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Amphitheater, Hafentempel und Römermuseum – Geno-Lateiner in Xanten

Erstellt von von Eva Muneri |

Nach mehreren Jahren Pause wurde eine alte Tradition wiederbelebt: Die Geno-Lateiner waren endlich wieder im Archäologischen Park Xanten am Niederrhein! Alle Geno-Lateinkurse (Klasse 7 bis 10) sowie alle vier Geno-Lateinlehrerinnen (Fr. Kay, Fr. Klose, Fr. Muneri und Fr. Schumacher) waren dabei und konnten den Besuch in der großen Parkanlage auf dem Gebiet der früheren Colonia Ulpia Traiana gemeinsam genießen.

Das Tolle am Archäologischen Park Xanten ist, dass man über den Fundamenten einer antiken Stadt, heutzutage bedeckt von großen Rasenflächen, her spazieren und dabei gleichzeitig riesige Nachbauten der Originalgebäude aus der Antike bestaunen kann. Man kriegt also ein sehr gutes Gefühl dafür, wie groß und klar strukturiert die antike Stadt gewesen ist. Aus Kostengründen sind erst ca. 17% aller Ruinen aus- bzw. angegraben. Man lässt viele antike Fundamente außerdem im Boden, weil Regen und Eis sie beschädigen oder gar zerstören könnten und sie unter der Erde viel besser geschützt sind. 

In einer Führung durch den Park lernten wir, dass die heutigen Wege alle genau da her verlaufen, wo auch früher die Straßen herführten. Alle Bäume im heutigen Park repräsentieren die Säulen, welche die Dächer trugen, die damals die Bürgersteige vor den Häusern überdachten und Schatten spendeten. Die antike Stadt wurde von einer 3300 Meter langen Stadtmauer umgeben, die heute in Teilen rekonstruiert ist. Da die Mauer aufgrund ihrer Bauweise zur Verteidigung nicht besonders gut geeignet war, geht man davon aus, dass sie vor allem zur Abgrenzung der Stadt und als Statussymbol diente.

Besonders spannend war der Besuch im riesigen Amphitheater. Bei Tierhetzen und Verurteilungen ad bestias, wo Menschen den wilden Tieren als Strafe für ein Verbrechen gefesselt zum Fraß vorgeworfen wurden, kamen in Xanten Wölfe, Bären, Keiler und Stiere zum Einsatz. Auch Gladiatoren wie der retiarius (Netzkämpfer ohne Rüstung) und der secutor (schwergepanzerter Kämpfer) fochten früher in der Arena der Colonia Ulpia Traiana.

Nach der Führung konnten unsere Lateiner ihre Freizeit im Park frei gestalten: Manche besuchten das toll gestaltete Römermuseum inklusive riesiger Badeanlage, die Handwerkerhäuser, den imposanten Hafentempel, die Kletteranlage, das große Hüpfkissen, einen der beiden Shops mit schönen Souvenirs oder die Mühle, wo sie sich eine Portion Pommes gönnten. Was für ein schöner Tag!!

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