Genoveva-Gymnasium
Köln
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Köln
Mittwoch, 26. Februar 2020

Die Oberbürgermeisterin Henriette Reker gab den Schülerreportern der 5. Klasse des Genoveva-Gymnasiums am Tag der Offenen Tür exklusiv ein Interview

von den Schülerreportern


Die Schülerreporter des Geno interviewten die amtierende Oberbürgermeisterin am Tag der "Offenen Tür" /Winter 2019

Aren: Guten Tag Frau Reker, vielen Dank, dass Sie sich Zeit für uns nehmen. Ich heiße Arin und meine Frage lautet: Was verbinden Sie mit dieser Schule und was wollen sie für uns Schüler tun?

H. Reker: Ja also, das Genoveva-Gymnasium ist eine internationale Schule mit 700 Schülerinnen und Schülern aus 35 Nationen und viele, die die deutsche Sprache noch nicht sprechen, erhalten besonderen Unterricht in Deutsch; Deutsch als Zweitsprache. Das ist wunderbar und das verbinde ich mit dieser Schule, dass die Schüler hier einfach die Chance erhalten, weiterzukommen. Die Chance der Vielfalt wird hier an dieser Schule gelebt und das finde ich großartig.

Aren: Und was wollen sie für uns Schüler tun?
Ich war vorhin in einem Klassenraum, der sehr modern war, aber die Tafel, die da noch an der Wand hängt, die wird es nicht mehr lange geben. In Zukunft wird digital gelernt werden. Ich versuche alle Schulen so auszustatten, dass alle neuen Medien benutzt werden können; also eine Anbindung an das Breitbandnetz für alle Schulen!

Ceylin: Was ist das schönste Erlebnis, das Sie als Oberbürgermeisterin hatten ?

H. Reker: Die letzte Europawahl war mein schönstes Erlebnis, weil viele Kölnerinnen und Kölner sich dazu bekannt haben, wie wichtig Europa ist. Das ist unsere Zukunft, an der wir alle gemeinsam arbeiten.

Deniz Su: Haben Sie eine Sprechstunde zu der die Bürger mit ihren Problem zu Ihnen kommen können?

H. Reker: Ich gehe einmal im Jahr in alle Stadtbezirke und da kann jeder hinkommen und mit mir sprechen. Ich bereite immer ein Thema vor über das ich spreche und die anderen können sich auch vorbereiten und ihre Themen ansprechen.

Hiba: Wünschen Sie sich manchmal nicht in der Öffentlichkeit zu stehen ?

H. Reker: Ja,  zum Beispiel, wenn ich einkaufen gehe. Ich gehe ganz selten Lebensmittel einkaufen, aber wenn ich mal in den Supermarkt gehe und zum Beispiel eine Tüte Chips kaufe, gucken alle um mich herum und denken: Was isst die für ungesundes Zeug!          

Mariam: Haben Sie einen Bodyguard ?

H. Reker: Bis vor zwei Minuten hatte ich noch einen Bodyguard. Wo ist er? (Sie schaut sich um) Ah, da ist er. Mein Bodyguard ist einer Eurer älteren Mitschüler. Er passt auf mich auf, solange ich hier an Eurer Schule bin und er macht das sehr gut!

Milan: Fahren Sie auch mit der KVB oder werden Sie immer mit dem Auto zu Ihren Terminen und ins Büro gefahren?

H.Reker: Ich fahre privat manchmal mit der KVB, ansonsten werde ich mit dem Auto gefahren. Das Auto ist für mich auch ein Arbeitsplatz. Im Auto kann ich zum Beispiel auch Telefonate erledigen und das könnte ich im Bus oder in der Straßenbahn nicht, weil alle mithören würden.

Julietta: Wie nennen Ihre Freunde Sie?

H. Reker: Das kommt drauf an, woher sie kommen. Freunde aus dem asiatischen Raum nennen mich „henli“. Das finde ich sehr schön. Die Franzosen nennen mich Henriette, ausgesprochen „orˈiɛt“  und mein Mann, der  Australier ist, sagt „h“ auf Englisch zu mir, also „aitsch“.

Paul: Was wünschen Sie sich für unsere Stadt am meisten?

H. Reker: Ich wünsche mir für unsere Stadt am meisten, dass wir es schaffen als Gesellschaft friedlich zusammen zu leben und dass wir die Herausforderung, die diese Stadt hat, meistern. Also, dass wir das Klima schützen, den Verkehr bewältigen und in großer Übereinstimmung die Bildungseinrichtungen gestalten; also dass wir einstimmig entscheiden.
 
Saleh: Was war Ihr peinlichster und was war Ihr angenehmster  Moment ?

H. Reker: Also der angenehmster Moment war, als ich gehört habe, dass so viele Kölner zur Europawahl gegangen sind. Ich fand das unglaublich wichtig.
Ja, und ich habe auch mal einen sehr peinlichen Moment erlebt: Da habe ich mich bei einem offiziellen Termin mit einem Getränk schrecklich bekleckert. Da hat mir glücklicherweise jemand sein Hemd geliehen, das mir aber viel zu groß war und ich sah aus als wäre ich mit meinem Nachthemd da gestanden. Das fand ich dann ein bisschen unangenehm.

Saleh: Haben Sie eine Villa?

Nein, ich wohne in einer Wohnung im zweiten Stock.

Sara: Was macht Ihnen in ihrer Freizeit Spaß?

H. Reker: Ich bewege mich gerne an der frischen  Luft, das heißt ich wandere gerne und ich schwimme gerne im Hallenbad. Früher, als junges Mädchen und dann als junge Frau, bin ich sehr gerne geritten; ich mag Pferde immer noch, aber ich komme nicht mehr dazu zu reiten.

Danke für das Gespräch!