„Atemberaubend“ – Geno-Lateiner erleben Vulkanausbruch in Pompeji per Virtual Reality
„Atemberaubend“ – Geno-Lateiner erleben Vulkanausbruch in Pompeji per Virtual Reality
von Eva Muneri
„Spannend, lehrreich, informativ, interessant, cool, beeindruckend, kurzweilig, modern, atemberaubend“ – so hat der Lateinkurs der Klasse 8 von Frau Muneri die immersive Ausstellung „Die letzten Tage von Pompeji“ beschrieben, die alle Geno-Lateiner von der Klasse 7 bis zur EF gemeinsam in Oberhausen besucht haben. „In der Ausstellung wurden die letzten Tage von Pompeji dargestellt. Man bekam einen Einblick in das tägliche Leben, antike Straßen, Gladiatorenkämpfe und vieles mehr“, fasst ein Lateiner zusammen.
Pompeji ist eine antike Stadt in Süditalien, nah am berühmten Vulkan Vesuv gelegen, der im Jahre 79 n. Chr., also vor fast 2000 Jahren, ausbrach und die Stadt mit einem Bimssteinregen bombadierte, tödliche Schwefeldünste freisetzte, eine Glutlawine entlud und schließlich die Überreste der Stadt und die Todesopfer mit einem Ascheregen bedeckte. „Plus quam mille Pompeiani post eam noctem mortui erant“ – Mehr als 1000 Pompejaner waren nach dieser Nacht tot. So steht es in einem der Lektionstexte, die wir im Lateinunterricht zu dem Thema übersetzen. Die Gesamtzahl der Opfer des Vulkanausbruchs in der Region rund um den Vesuv wird sogar auf ca. 14.000 Menschen geschätzt.
Passend zum Thema „Vulkanausbruch“ besuchten die Geno-Lateiner die Pompeji-Ausstellung am heißesten Tag des Jahres, was sich aber zum Glück kein bisschen negativ auf das Erlebnis ausgewirkt hat. Und das Erlebnis war wirklich ein ganz besonderes! Neben Original-Ausstellungsstücken aus Pompeji und vielen informativen Beschreibungen zeichnete sich die Ausstellung vor allem durch die Virtual-Reality-Erlebnisse aus, an denen alle Besucher teilnehmen konnten. „Ich fand die VR-Erlebnisse am besten, weil ich das noch nie gemacht habe und es sehr viel Spaß gemacht hat“, sagte eine Lateinerin nach der Exkursion.
Am ersten VR-Erlebnis konnte man im Sitzen in einer Art „Kinosaal“ teilnehmen. Man zog die große VR-Brille an und tauchte in verschiedene Szenen aus dem Leben im antiken Pompeji ein. „Ich fand die VR-Brillen am besten, weil man durch sie bei den Kämpfen und anderen Sachen dabei sein konnte“, sagte Sarah aus der 8d. „Der VR-Gladiatorenkampf war das absolute Highlight!“, fand auch ein anderer Lateiner. Außerdem konnte man einen Schiffsuntergang und natürlich auch den Vulkanausbruch „live“ miterleben – beeindruckend!
Eine andere Schülerin war der Meinung, dass „das Beste war, dass man sich vorstellen konnte, wie es früher dort aussah.“ Und das konnte man besonders gut beim zweiten VR-Erlebnis, wo man sich mit aufgesetzter VR-Brille frei in einem großen Saal bewegen konnte und von einem antiken Raum in den nächsten wandern konnte – fast ohne Zusammenstöße. Dadurch, dass man sich in der Virtual Reality 360 Grad um die eigene Achse drehen konnte, hatte man das Gefühl, wahrhaftig dort zu sein. Viel näher kann man der Antike fast nicht kommen!