Ein Gespräch über Bildungs(un)gerechtigkeit
Bereits zum neunten Mal war Burak Yılmaz zu Gast auf der Bühne am Genoveva-Gymnasium Köln. Gemeinsam mit seinem Kollegen und Stand-up-Comedian Abdul Kader Chahin dachte er laut über die Frage nach, wie es um Chancengleichheit im Bildungssystem bestellt ist.
Beide Referenten vereint eine langjährige und vielseitige Arbeit mit Jugendlichen in unterschiedlichen Kontexten – von Theaterprojekten über Jugendzentren bis hin zur schulischen Bildungsarbeit und Gedenkstättenfahrten. Diese breite Erfahrung spiegelte sich in einer unterhaltsamen, aber auch ernsten Diskussion wider.
Die Aula wurde zu einem gemütlichen Wohnzimmer, in dem zwei Oberstufenschüler Ryan und Eugene die Referenten und das Publikum durch den Abend führten. Es gab viele Fragen aus dem Publikum. Vor allem fragten die Schülerinnen und Schüler um Rat, wie sie mit Ungerechtigkeit oder Rassismus umgehen können, wenn er ihnen im Alltag begegnet. Hier konnten die Referenten sehr überzeugend aus persönlicher Erfahrung in einer Sprache berichten, die die Schülerinnen und Schüler auch sprechen und verstehen.
An diesem Abend wurde deutlich: Schule kann gesellschaftliche Ungleichheiten nicht einfach auflösen – wohl aber Räume schaffen, in denen junge Menschen Orientierung finden, sich erproben und eigene Perspektiven entwickeln können. Damit beginne Bildung dort, wo reine Wissensvermittlung ende, sagte Abdul Kadel Chahin. Er betonte zudem die Bedeutung von Humor – als Form der Auseinandersetzung und als Möglichkeit, mit Ungleichheitserfahrungen umzugehen. Sein eindringlicher Appell: sich als Gesellschaft die Fähigkeit zum Lachen nicht nehmen zu lassen.
Unser Dank gilt den Respekt-Coaches für ihr verlässliches Engagement und die Unterstützung dieser Veranstaltung. Ebenso danken wir unserem Moderationsteam Ryan und Eugene für eine kluge, präsente und in jeder Phase überzeugende Begleitung des Abends.